Kühlzeit

Das Spritzgusswerkzeug wird während dem kompletten Zyklus temperiert.
Da die Temperierung damit immer aktiv ist, kann die Länge der Kühlzeit des Formteils nicht klar definiert.
Während der Füllung benetzt die Schmelze nur Teilbereiche der Kavität.
Aus diesem Grund ist eine sinnvolle Definition die Kühlzeit vom Ende der Einspritzzeit bis zur Entformung zu zählen.
Das bedeutet, dass sich die Kühlzeit aus Nachdruckzeit (Grüne Linie) und Restkühlzeit (Blaue Linie im Zeit-Druck-Diagramm) zusammen setzt.

Kühlzeit - Kunststoffbranche
Kühlzeit - Kunststoffbranche

Spritzgießprozess (Abbildung 1): Die Nachdruck- und Restkühlzeit werden zur Kühlzeit aufaddiert.

Spritzgießprozess (Abbildung 2): Temperaturverteilung über die Wandstärke am Ende der Kühlzeit.

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LSR Dosiereinheit

Flüssigsilikon (engl.: LSR = Liquid Silikon Rubber) für die Spritzgussverarbeitung wird gewöhnlich in Eimern als Gebindeform angeliefert (2.5kg, 5kg,…). Zur Verarbeitung werden die Komponenten „A“ und „B“ im Volumen-Mischungsverhältnis 1:1 benötigt.
Zur Sicherstellung eines gleichmäßigen und konstanten Dosierverhältnisses, sowie einer blasenfreien Dosierung, werden Dosieranlagen verwendet.

LSR Dosiereinheit - Kunststoffbranche

Spritzgießprozess : LSR Dosiiereinheit mit je einer Komponenten in blauen Eimern.

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Maschinendatenblatt

Alle Informationen, die für die Fertigung benötigt werden, sind auf dem Maschinendatenblatt zusammen getragen.
Dies beginnt mit dem Material und dessen Trocknung, geht über Maschinendaten weiter zu den Verfahrwegen im Werkzeug.
Daran anschließend werden die Prozessparameter angegeben.
Dazu zählen die Temperaturen für jeden Kühlkreislauf, Heißkanal und Zylinder; Zykluszeiten, Drücke und Geschwindigkeiten.
Durch ein richtig ausgefülltes Datenblatt ist es möglich den Prozess jederzeit genau zu reproduzieren.

Maschinendatenblatt - Kunststoffbranche

Spritzgießprozess: Das Maschinendatenblatt dient als Dokumentation der gewählten Parameter während Abmusterung und Produktion.

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Metall Spritzguss Verfahren (MIM)

Ein PIM-Verfahren, bei dem pulverförmige Metalle mit einem thermoplastischen Kunststoffbinder zu einem spritzfähigen Compound vermischt werden, wird Metallspritzgussverfahren (MIM) genannt.
Die pulverförmigen Metalle bilden den sogenannten Feedstock. Der Feedstock kann im Kunststoffspritzgussverfahren verarbeitet werden. Der Kunststoffspritzguss ermöglicht die kostengünstige Fertigung von mittleren bis großen Losgrößen bei mittlerer bis hoher Komplexität.
In einem zweiten Prozessschritt wird das gespritzte Formteil entbindert – der Binder dem Spritzteil entnommen.
Im dritten Prozessschritt wird das entbinderte Formteil gesintert.

Mit diesem Verfahren können Dichten 99,95 % und höher gegenüber Kompaktmaterialien erreicht werden. Material- und mechanische Eigenschaften des Fertigteils sind vergleichbar mit den korrespondierenden Kompaktwerkstoff.
Das MIM-Verfahren ist äußerst wettbewerbsfähig gegenüber standard spanabhebenden mehrstufigen Fertigungsprozessen wie Fräsen, Bohren, Schleifen, usw.
Referenzbeispiele für MIM-Anwendungen sind: Gehäuse für Edelstahlarmbanduhren, Anwendungen in der Luftfahrttechnik, der Textilindustrie, Medizintechnik und vieles mehr.

MIM - Kunststoffbranche

Molded Interconnected Device (MID)

Ein Formteil bei dem die Integration von elektronischen, optischen und mechanischen Funktionen gegeben ist, wird als MID Formteil bezeichnet.
MID steht dabei als Abkürzung für Molded Interconnected Device. In neuerer Fassung wird die Abkürzung ebenfalls für Mechatronic Integrated Device heran gezogen.
Im Bereich der Kunststofftechnik wird zur Herstellung eines MID Formteils zuerst ein Formteil aus einem Thermoplast mit speziellen Additiven hergestellt. Damit sind die optischen und mechanischen Gegebenheiten erfüllt.
Über unterschiedliche Verfahren (z.B. dem LDS Verfahren) werden die Additive im Kunststoff aktiviert, so dass eine Metallisierung der aktivierten Bereiche möglich wird.
Nach der Metallisierung können auf die so hergestellten Leiterbahnen SMD Bauteile aufgebracht werden, um eine elektronische Schaltung zu realisieren.
Die MID Technik findet Ihre Anwendung im Bereich der Antennentechnik für mobile Kommunikation.

Molded Interconnected Device (MID) - Kunststoffbranche

MID-Demonstrator-Modell mit LED Anzeige und Sensorpunkten.

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Miniaturisierung

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