Beim Abkühlen der Kunststoff-Schmelze im Werkzeug und später nach der Entformung, kommt es zu Schwindung und Verzug.
Um die Schwindung auszugleichen, wird in der Werkzeugkonstruktion ein oftmals auf Erfahrungswerten beruhender Faktor prozentual mit eingerechnet.
Das Sollmaß des Werkzeugs wird um diesen Faktor vergrößert und bildet damit das Maß der Kavität.
Durch eine Füllberechnung ist es möglich den sich einstellenden Verzug durch Faserorientierung, eingefrorenen Spannungen etc. zu berechnen. Gleiches gilt für die Schwindung.
Um den Verzug auszugleichen kann die Kavität in der Werkzeugkonstruktion in die entgegengesetzte Richtung verändert werden.
Diese Änderung wird Bombierung genannt.
Eine Bombierung wird erstellt indem die Simulationsergebnisse von Schwindung und Verzug mit dem Faktor -1 skaliert in die Werkzeugkonstruktion eingebracht werden.
In der Regel wird dazu die verformte Geometrie aus der Simulation in Form von .stl Daten an das CAD System zurück gegeben. Dort wird die Geometrie der Kavität angepasst unter der Kontrolle auf mögliche Hinterschnitte.
Basierend auf der neuen Geometrie der Kavität muss eine weitere Simulation zur Verifizierung der Ergebnisse gemacht werden.
Erst wenn diese erfolgreich ist, kann die Bombierung ins Werkzeug eingebracht werden.

Bombierung - Kunststoffbranche


Simulation: Formteilverzug links; Bombierung rechts.


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