Apr. 18, 2024
Um den Anforderungen der Reinraumtechnik im Spritzguß gerecht zu werden, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten die Maschine mit einzubeziehen.
Die technisch einfachste Variante nennt sich sogenannte „Machine-in-Room“.
Dabei wird die Spritzgussmaschine vollständig in den Reinraum gestellt. Ungünstig ist dabei die zusätzliche Abwärme der Maschine, da die Wärmelast durch die Klimatisierung im Reinraum abgeführt werden muss.
Zudem stellt die Maschine eine Partikelquelle dar.
Um dies zu vermeiden, wird im Konzept „Machine in room II“ nur der Schließbereich der Maschine in den Reinraum eingebunden.
Bei der sogenannten „Outside-Drop“-Variante steht die Maschine vollständig außerhalb des Reinraums.
Um trotzdem eine reinraumtaugliche Produktion zu gewährleisten, ist der Werkzeugbereich mit speziellen Filter-Fan-Units (FFU), auch Laminar-Flow-Module (LFM) genannt, ausgestattet. Damit wird der Werkzeugbereich mit auf Reinraumniveau gefilterter Hallenluft durchströmt.
Bei der „Room-in-Room“ – Maschinenaufstellung steht die Maschine im Reinraum. Der Werkzeugbereich ist zusätzlich mit einer FFU ausgestattet. Zu beachten sind die Aufwendungen hinsichtlich Maschinenwartung und Werkzeugwechsel. Diese fallen je nach gewähltem Konzept unterschiedlich aus.

Spritzgießprozess: Maschinenaufstellungsvarianten – Reine Bereiche sind grün hinterlegt.
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Apr. 18, 2024
Für sterile Verpackungen im Modizin- oder Lebensmittelbereich gelten besondere Anforderungen.
Um bestimmte Reinheitsgrade der Produkte zu gewährleisten, muss die Fertigung in einem Raum bei kontrollierten Bedingungen erfolgen. Dabei ist es insbesondere wichtig, Partikel aus der Luft durch Filter zu entfernen. Diese Art von abgeschlossenem und in den Umgebungsbedingungen kontrolliertem Raum wird Reinraum genannt. Reinräume sind in unterschiedliche Luftreinheitsklassen nach DIN EN ISO 14644-1 gegliedert.
Die Reinheit der Klassen ist durch die maximale Partikelanzahl verschiedener Partikelgrößen definiert.
Es werden vier Klassen (A, B, C und D) unterschieden.
Klasse A ist für risikoreiche Tätigkeiten, wie beispielsweise die Herstellung aseptischer Verbindungen.
Die Klasse B beschreibt die Umgebung die für die Sicherstellung der Klasse A gefordert wird.
Die Klassen C und D sind als Arbeitsbereiche für die weniger kritischen Prozesse definiert.

Spritzgießprozess: Luftreinheitsklassen nach DIN EN ISO 14644-1
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Reinraum Konzepte
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Nov. 29, 2018
Das Spritzgusswerkzeug wird während dem kompletten Zyklus temperiert.
Der Zeitraum vom Ende der Nachdruckphase bis zur Entformung wird Restkühlzeit genannt (Blaue Linie im Zeit-Druck-Diagramm).
In dieser Zeit erfolgt die reine Abkühlung des Formteils.

Feb. 27, 2024
Ein wichtiger Bestandteil einer Stückkostenkalkulation ist der Vorgang des Rüstens eines Spritzgießwerkzeugs.
Unter Rüsten versteht man die Vorbereitung der Spritzgießmaschine auf die Produktion eines bestimmten Formteils.
Dies beinhaltet das Einrichten der Werkzeuge, die Einstellung der Maschinenparameter und die Überprüfung der Produktionsabläufe.
Ziel ist es, eine eine reibungslose Fertigung zu gewährleisten. Ein effizientes Rüsten ist also entscheidend, um die Produktivität zu maximieren und die Qualität der hergestellten Teile sicherzustellen.

Spritzgießprozess: Aufspannen des Werkzeugs als
Teil des Rüstvorgangs
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Jan. 5, 2019
Die Fließgeschwindigkeit der Schmelze variiert bei der Formfüllung über die Wandstärke.
Es entstehen Reibungskräfte zwischen den Schichten unterschiedlicher Geschwindigkeiten.
Dadurch erfährt ein gedachtes Volumenelement eine Deformation (Raute im Bild).
Die zeitabhängige Änderung des Winkels (Gamma) wird als Schergeschwindigkeit bezeichnet.
Hohe Schergeschwindigkeiten führen zu einer Schererwärmung, die molekularen Ketten werden deformiert und können brechen.
Die Qualität des Produkts sinkt.
