CAE

Den Einsatz von Computersoftware zur Simulation, Analyse und Optimierung von Kunststoffbauteilen und Fertigungsprozessen bezeichnet man allgemein als CAE (Computer-Aided Engineering). In der Kunststoffverarbeitung wird CAE genutzt, um mechanische Belastungen, Strömungsverhalten in Spritzgussformen und thermische Einflüsse bereits in der Entwicklungsphase zu prüfen. Dadurch können Materialeinsatz, Produktionszeiten und Kosten reduziert sowie die Bauteilqualität verbessert werden. Typische CAE-Tools beinhalten FEM (Finite-Elemente-Methode) für Struktur- und Festigkeitsanalysen sowie Moldflow-Simulationen zur Vorhersage des Füllverhaltens beim Spritzgießen. Der Einsatz von CAE ermöglicht eine frühzeitige Fehlererkennung und Optimierung, bevor physische Prototypen erstellt werden. Dies führt zu einer effizienteren Produktentwicklung und einer verbesserten Prozesssicherheit.

CAE - Kunststoffbranche

Automatisierungstechnik: Schematische Darstellung computerunterstützter Prozesse bei der Entwicklung

Verwandte Themen:

Keramikspritzguss (CIM)
FEM

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Cross Wiring Kabel

Dabei handelt es sich um ein spezielles Netzwerkkabel, bei dem die Sende- und Empfangsleitungen innerhalb der Steckverbindung gekreuzt verdrahtet sind. Diese Kreuzverdrahtung ermöglicht die direkte Verbindung zweier gleichartiger Netzwerkgeräte, ohne dass ein Switch oder Hub dazwischen geschaltet werden muss. In industriellen Anlagen der Kunststoffverarbeitung wird ein solches Kabel beispielsweise für die direkte Kommunikation zwischen Steuerungen, Maschinen oder Diagnosegeräten verwendet. Die RJ45-Steckverbinder entsprechen dem Standard für Ethernet-Netzwerke und ermöglichen eine schnelle Datenübertragung. Dadurch lassen sich Maschinenparameter, Prozessdaten oder Diagnosedaten effizient zwischen Geräten austauschen.

Cross Wiring Kabel - Kunststoffbranche

Automatisierungstechnik: In der Regel sind Cross-Wiring RJ45 Kabel gesondert gekennzeichnet

Verwandte Themen:

Ethernet
Maschinensteuerung

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Endschalter

Eine endliche Bewegung wird durch mechanischen Kontakt sicher erkannt, und das ist die Aufgabe eines Endschalters: Er schließt oder öffnetoder aktiviert einen elektrischen Stromkreis zuverlässig, sobald ein bewegtes Maschinenteil eine definierte Position erreicht. Dabei sorgt ein Betätigungselement wie Hebel, Rolle oder Kolben dafür, dass Schaltkontakte (Öffner, Schließer oder beides) ausgelöst werden. Endschalter sind robust gebaut, oft gegen Umwelteinflüsse geschützt (z. B. staub‑ oder ölresistent), und finden sich beispielsweise in Torantrieben, Spritzgussmaschinen oder Hydraulikzylindern. Ihre elektromechanische Wirkweise ermöglicht eine präzise Steuerung und erhöhte Sicherheit in Automatisierungsprozessen.

Endschalter - Kunststoffbranche

Links ein eingebauter Näherungsschalter, rechts ein Micro-Endschalter

Verwandte Themen:

Rollenhebelschalter
Positionsschalter
Näherungsschalter

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ERP-System

Eine integrierte Softwarelösung zur Steuerung und Optimierung von Geschäftsprozessen in der Kunststoffverarbeitung nennt man ein ERP-System (Enterprise Resource Planning).
Dieses ermöglicht die Verwaltung von Materialbeschaffung, Produktion, Lagerhaltung, Auftragsabwicklung und Finanzbuchhaltung in einem zentralen System. In der Kunststoffbranche hilft ein ERP-System, den Materialverbrauch zu überwachen, Maschinenkapazitäten effizient zu planen und Produktionsprozesse zu optimieren. Durch die Anbindung an MES (Manufacturing Execution Systems) können Produktionsdaten in Echtzeit erfasst und ausgewertet werden. Dies führt zu einer besseren Nachverfolgbarkeit von Chargen, einer Reduzierung von Ausschuss und einer höheren Produktionsleistung. Spezielle ERP-Lösungen für die Kunststoffindustrie berücksichtigen Faktoren wie Rezepturverwaltung, Werkzeugmanagement und Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen. Ein gut implementiertes ERP-System trägt maßgeblich zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion in der Kunststoffverarbeitung bei.


ERP-System - Kunststoffbranche. Ein Beitrag von IK-Office

Automatisierungstechnik: Maske für die Artikelkalkulation in einem ERP System

Verwandte Themen:

ABC-Analyse
Prüfplan



Ein Beitrag von:

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IMG – Injection molding guide

Die Bemusterung von Spritzgießwerkzeugen ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Eine strukturierte und dokumentierte Vorgehensweise bei der Abmusterung sorgt für hohe Produktqualität.

Dieser wichtige Prozess wird mit dem IMG (Injection Molding Guide) digitalisiert. Der IMG ist eine digitale Prozessmappe, die eine sichere Abmusterung gewährleistet. Der Anwender wird in 10 Schritten durch den Bemusterungsprozess geführt.

Alle notwendigen Daten, wie z. B. Materialdatenblätter, CAD-Datensätze und Maschinendaten, stehen auf Knopfdruck zur Verfügung. Sämtliche Daten werden in einer SQL-Datenbank zentral im Firmennetzwerk verwaltet, um einen späteren Zugriff zu ermöglichen.

IMG - Injection molding guide - Kunststoffbranche

Automatisierungstechnik: Anzeige der Stammdaten zu einer neuen Abmusterung

Verwandte Themen:

Digitaler Zwilling
Ambient Scan

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