Lufteinschluss

Im Spritzgussprozess kann es passieren, dass die in der Kavität vorhandene Luft nicht oder nur langsam entweichen kann.
Wenn die Luft von der Schmelze komplett umströmt ist oder am Fließwegende nicht entweichen kann (fehlende oder ungenügende Entlüftung) kommt es zu einem Lufteinschluss und daraus resultierenden Verbrennungen (Dieseleffekt).
Der Lufteinschluss kann sowohl im Inneren als auch außen am Formteil sitzen.
Im letzteren Fall zeigt sich eine unvollständige Formfüllung.
Durch eine gute Entlüftung und eine möglichst gleichmäßige Wandstärke können Lufteinschlüsse meistens verhindert werden.

Lufteinschluss - Kunststoffbranche

Spritzgießfehler: Lufteinschluss im Zentrum des Formteils

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Thermische Belastung

Da Wärme physikalisch eine Schwingungsbewegung der Moleküle ist, kann eine übermäßige Schwingung die Moleküle von Kunststoffen erheblich beanspruchen.
Die Auswirkung daraus nennt man thermische Belastung.
Im schlimmsten Fall können die Moleküle zerreißen: Es kommt zum Molekül-Abbau.
Das ist eine Schädigung des Kunststoffs, die um so stärker sein wird, je höher die Temperatur ist, der er ausgesetzt ist.
Aber auch die Dauer der Temperatureinwirkung – beim SpritzgießenVerweilzeit“ genannt – spielt eine wichtige Rolle.
Ein Beispiel aus dem Alltag ist der Sonnenbrand.
Auch hier sind für die thermische Belastung die zwei Faktoren Temperatur und Verweilzeit ausschlaggebend.

Thermische Belastung - Kunststoffbranche - STAK

Spritzgießfehler: Je länger und je höher die thermische Belastung eines Körpers ist, desto dunkler wird er (Beispiel Gemüse).

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Vakuole

In dickwandigen Bereichen und gegenüber von Rippen kann es zu „Löchern“ im Inneren des Formteils kommen.
Durch Masseanhäufungen kommt es in diesen Bereichen zu einer erhöhten volumetrischen Schwindung, die durch den Nachdruck nicht ausreichend ausgeglichen wird.
Die Schmelze wird in der Abkühlphase zur Oberfläche gezogen, so dass im Inneren ein Hohlraum entsteht.
Mit Hilfe eines CT-Scans oder dem Aufschneiden eines Formteils können diese entdeckt werden.
Geringere Wandstärken und höherer Nachdruck im kritischen Bereich reduziert das Risiko auf Vakuolen.

Vakuole - Kunststoffbranche

Verzögerungen

Im Spritzguss entstehen Verzögerungen da, wo die Schmelzefront mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf Grund von verschiedenen Fließwiderständen in der Kavität fließt. In Bereichen mit höheren Widerständen stagniert die Schmelzefront und die Geschwindigkeit verringert sich. Die Ursache können große Variationen der Wandstärke und geringe lokale Werkzeugwandtemperaturen sein.
Verzögerungen können zu Defekten wie unvollständiger Füllung, Dieseleffekt, Lufteinschluss und einer schlechten Oberflächenqualität führen.
Hinsichtlich Formteil- und Werkzeugdesign können Verzögerungen durch eine gleichmäßige Wandstärke und Kühllayout vermieden werden.
Auf der anderen Seite können höhere Schmelze- und Werkzeugwandtemperatur, sowie ein schnelleres Einspritzen die Verzögerungen während der Produktion reduzieren.

Verzögerungen - Kunststoffbranche
Verzögerungen - Kunststoffbranche

Spritzgießfehler: Werkzeughälften, welche nicht aufeinander ausgerichtet sind, weisen ungleichmäßigen Wandstärken auf und führen dadurch zu Verzögerungen.
Spritzgießfehler: An eng beieinander liegenden Linien der Füllkontur entstehen Verzögerungen.

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