Sep. 24, 2020
Ein Längenmessgerät aus einer festen und einer beweglichen Messfläche, die mit einem Feingewinde verstellbar ist wird Messschraube genannt.
Das zu messende Prüfteil wird an eine der beiden parallelen Messflächen gehalten und das Gewinde wird mittels einer Einstellschraube auf oder zu gedreht,
bis beide Messflächen das Prüfteil berühren.
Das Gewinde wird über eine Ratsche gedreht, um verfälschte Messwerte durch unterschiedliche Messkraft zu vermeiden.
Denn eine zu hohe Messkraft kann zu einer Deformation des Prüfteils oder der Messschraube führen.
Die auftretende Prüfkräfte sollen gleichbleibend und reproduzierbar sein. Die ideale Messkraft beträgt zwischen 5 und 10 Newton [N].
Hinweis: Die Rundheit eines Prüflings kann mit einer Messschraube nicht gemessen werden.
An nahezu allen Messschrauben sind zur Isolierung Griffe oder Schalen aus Kunststoff angebracht.
Um optimale Messergebnisse zu erhalten, muss die Messschraube an dieser Ummantelung gehalten werden.
Ansonsten dehnen sich die gehaltenen Flächen durch die Körpertemperatur aus und können das Messergebnis verfälschen.
Die Raumtemperatur für genauest mögliche Messungen beträgt 20 °C.
Es gibt neben analogen Bügelmessschrauben ebenso welche mit einer zusätzlichen digitalen Anzeige der Messwerte.
Für Innen-, Außen- und Tiefenmaße oder zur Messung an Zahnradflanken werden unterschiedliche Messschrauben benötigt.
Messschrauben können, je nach Anforderung, intern durch die Qualitätssicherung oder bei externen zertifizierten Kalibrierlaboren,
sowie beim jeweiligen Hersteller mittels Einstellnormalen, Endmaßen oder Einstellringen und planparallelen Prüfgläsern geprüft werden.

Messtechnik: Tiefenmessschraube zur Messung von Tiefenmaßen
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Nov. 20, 2019
Längen oder Längendifferenzen werden mit einer Messuhr gemessen. Sie kann für Vergleichs-, Ebenheits-, Lage- oder Rundlaufmessungen eingesetzt werden.
Messuhren werden entweder mit einer analogen oder mit einer digitalen Anzeige hergestellt. Aufbau und Funktion der Messuhren werden durch die DIN-Verordnung 878 genormt.
Bei Messuhren mit Rundskala und analoger Anzeige wird die Längsbewegung des Messtasters mit einer Zahnstange und Zahnrad auf den Zeiger übertragen. Hierdurch dreht sich der Zeiger der Messuhr mehrmals im Kreis. Die Anzahl der Umdrehungen wird mit einem zweiten Zeiger angezeigt, der dem Stundenzeiger einer Uhr sehr ähnlich ist.
Der Vorteil der Zahnstangenübersetzung ist, dass die Messuhr einen relativ großen Messbereich hat. Sie hat allerdings auch Nachteile: Wenn das zu ermittelnde Maß am Messteil den Wegbereich der Zahnstange stark überschreitet, kann dies bei starrer Arretierung der Messuhr zu Getriebeschäden oder Beschädigungen der Zahnstange führen.
Als Alternative gibt es Messuhren mit Schleppzeiger, der einen verzögerten Zeigerrücklauf hat. Damit können jedoch keine Messungen mehr durchgeführt werden, die Wertdifferenzen, also Rundlauf- und Ebenheitsmessungen anzeigen.
Darüber hinaus ist ein großer Vorteil einer Messuhr der, dass sie sowohl im Druck- als auch im Zugbetrieb eingesetzt werden kann und die Rückführung der Messstange über eine Feder erfolgt. Dadurch ist die anliegende Messkraft nahezu konstant. Meist erreichen Messuhren eine Genauigkeit von ca. 10 µm bei einem Messbereich von 5 bis 60 mm. Seltener sind Messuhren mit einer Genauigkeit von 1 µm.

Messtechnik:
Messuhr zur Ermittlungen von Längen oder Längendifferenzen
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Sep. 29, 2020
Die Zusammensetzung eines Gemisches wird über das so genannte Mischungsverhältnis bestimmt.
Dieses gibt an wieviele Teile bzw. Gewichts-% von zwei oder mehreren Komponenten miteinander gemischt werden soll.
Das Mischungsverhältnis ist meist zwingend einzuhalten und nur durch genaues Abwiegen mit einer digitalen Waage zu erreichen.
Verschiedene Mischungsverhältnisse haben beispielsweise bei Polyurethan-Schäumen maßgeblichen Einfluss auf die Eigenschaften des Endprodukts.

Nov. 4, 2019
Quaderförmige Blöcke mit einer sehr hohen Längengenauigkeit nennt man Parallelendmaß. Sie werden zum Prüfen und Kalibrieren von Messgeräten, sowie zum direkten Messen verwendet. Durch Anschieben an den Enden, auch ansprengen genannt, lassen sich die Blöcke zu verschiedenen Längen zusammensetzen. Die Adhäsionskraft hält die Parallelendmaße zusammen. Stahlendmaße sollten nicht länger als acht Stunden miteinander verbunden sein, da sie zum Kaltverschweißen neigen.
Die Gesamtabweichung setzt sich aus der Maßabweichung jedes einzelnen Endmaßes additiv zusammen, daher sollten Kombinationen aus möglichst
wenigen einzelnen Endmaßen bestehen.
Parallelendmaße sind Längenmaßverkörperungen mit den kleinsten Messunsicherheiten. Bei der Kalibrierung in einem Nationalen Metrologischen Institut
(NMI), in Deutschland ist das die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, werden Messunsicherheiten von etwa 20 bis ca. 50 nm erreicht.

Messtechnik: Ein
Parallelendmaß mit einem Nennmaß von 75 mm.
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Nov. 27, 2019
Aus Speziallehrenstahl werden Prüfstifte gefertigt. Dafür wird der Stahl gehärtet, gealtert, geschliffen und geläppt.
Prüfstifte werden zur Prüfung von Toleranzen und Winkligkeit von Bohrungen, sowie zur Messung von Bohrungsabständen angewandt.
Außerdem können sie als Einstellnormale, zur Messung von Prismen, Nuten, Verzahnungen etc. eingesetzt werden.

Messtechnik:
Prüfstift aus Speziallehrenstahl
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