PVC (Polyvinylchlorid)

Durch die Polymerisation des Monomers Vinylchlorid wird der amorphe Thermoplast Polyvinylchlorid (PVC) hergestellt.

PVC ist hart und spröde. Daher wird es auch Hart-PVC genannt.
Sein Kurzzeichen ist PVC-U, wobei U für das englische Wort „unplasticized“ steht.
Hart-PVC wird u.a. für Rohre, Fensterprofile und Schallplatten verwendet.

Durch Weichmacher erhält PVC ein elastisches Verhalten und wird dann Weich-PVC genannt.
Sein Kurzzeichen ist PVC-P, wobei P für das englische Wort „plasticized“ steht.
Ein häufiger Gebrauch von Weich-PVC sind Kabelummantellungen und Bodenbeläge.

PVC ist sehr lange haltbar. Umwelteinflüsse, wie Sonne, Meerwasser und Luft können dem Material kaum etwas anhaben.

PVC - Kunststoffbranche - IBN
PVC - Kunststoffbranche - IBN
Abbildung 1:Kunststoff: Kabelummantelungen aus PVC.
Abbildung 2: Kunststoff: Bodenbelag aus PVC

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pvT-Diagramm

Die Hauptursache der Schwindung von spritzgegossenen Teilen ist das thermodynamische Verhalten des Materials.
Dieses Verhalten zeigt sich im pvT-Diagramm, in welchem das spezifische Volumen (v) als Funktion von Druck (p) und Temperatur (T) dargestellt ist.
Die Kurven im Diagramm beschreiben die Kompressibilität und Wärmeausdehnung von Kunststoffen.
Amorphe und teilkristalline Materialien zeigen ein unterschiedliches pvT-Verhalten.
In der Abbildung sind je Materialtyp drei verschiedene Druckkurven zu sehen p0, p1, p2.
Im flüssigen Zustand zeigen beide Materialarten eine lineare Abhängigkeit.
Im festen Zustand zeigen amorphe Materialen (grün) ebenfalls eine lineare Abhängigkeit.
Bei teilkristalline Materialien (rot) hingegen zeigt sich eine exponentielle Verringerung des spezifischen Volumens bei sinkenden Temperaturen.
Dieses unterschiedliche Verhalten im pvT-Diagramm erklärt den Grund für die größere Schwindung von teilkristallinen gegenüber amorphen Materialien.

pvT Diagramm - Kunststoffbranche

Recycling (werkstofflich)

Bei der Wiederverwertung von industriellen Produktionsabfällen werden z.B. Angüsse oder Ausschussteile sortenrein gesammelt, vermahlen und wieder neu aufbereitet. Die Aufbereitung erfolgt durch einen Schmelzprozess zur Herstellung von Granulat mit gleichmäßiger Korngröße.

Ohne Zugabe von Additiven erhält man ein Regranulat. Wenn Additive zugegeben werden, z.B. um bestimmte mechanische Werte zu erreichen, erzeugt man ein Compound. Dieses neue Regranulat oder Compound kann wie Neuware verarbeitet werden und wird somit dem Kreislauf wieder zugeführt. Mit dem Einsatz von Rezyklat versus Neuware werden pro eingesetzem kg Rezyklat, z.B. Polyamid, über 7 kg CO2 Emissonen eingespart und somit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Das werkstoffliche Recycling von Haushaltsabfällen funktioniert vom Prinzip her gleich, hinzu kommt eine Vorsortierung und ein oder mehrere Reinigungsschritte. Also sammeln, vorsortieren, schreddern, naßvermahlen oder waschen und wieder aufbereiten durch Schmelzefiltration. Durch Verunreinigungen im Eingangsrohstoff ist die Ausbeute des wiederverwertbaren Granulates jedoch um ein vielfaches geringer.


Recycling (werkstofflich) - Kunststoffbranche. Ein Beitrag von MKV

Kunststoff: Gesammelte Angüsse für das werkstoffliche Recycling.

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Regranulat

Über einen Schmelzprozess, dem so genannten Compoundieren, wird aus Mahlgut Granulat gewonnen.
Da dieses aus wiederverwerteten Kunststoffen gewonnen wird, bezeichnet man es als Regranulat.
Die Korngrößen sind beim Regranulat gleichmäßig.
Im Gegensatz zum Mahlgut gibt es beim Regranulat keinen Staubanteil.
Es kann daher problemlos wieder zur Herstellung von Bauteilen im Spritzgußverfahren eingesetzt werden.


Regranulat - Kunststoffbranche. Ein Beitrag von MKV

Kunststoff: Regranulat und daraus hergestellte Zugproben

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Reinigungsgranulat

Nach Farb- oder Materialwechsel auf kunststoffverarbeitenden Maschinen kommt es bei der neuen Produktion häufig zu Problemen durch Materialrückstände innerhalb der Plastifiziereinheit oder dem Heisskanal.
Um diese zu vermeiden werden Reinigungsgranulate eingesetzt, welche die Umstellung einfacher gestalten.
Durch eine chemische oder mechanische Reinigungswirkung werden dabei Rückstände z.B. im Zylinder der Spritzgießmaschine oder an der Schnecke gelöst und ausgespült.
Durch den Einsatz von Reinigungsgranulat, wird das Material zur Formteilherstellung eingespart und die Zeit für Material- oder Farbwechsel reduziert. Die Dauer des Reinigungsvorgangs hängt im Wesentlichen von den jeweiligen Herstellerangaben ab. Während einige Hersteller Einwirkzeiten vorgeben gibt es Reinigungsgranulate welche gänzlich ohne Verweilzeiten auskommen und nach der Plastifizierung direkt ausgespritzt werden können. Als Faustformel für den Mengenbedarf kann man zwei bis drei Mal mit dem maximalen Dosiervolumen kalkulieren, wobei auch hier auf die jeweiligen Mengenhinweise der einzelnen Hersteller zu verweisen ist.


Reinigungsgranulat - Kunststoffbranche. Ein Beitrag von KovTech

Kunststoff: Reinigungsgranulat

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