Mahlgut

Die während der Produktion entstehenden Angüsse und Ausschussteile können bei der Verarbeitung von Thermoplasten wieder aufbereitet werden.
Durch das Einmahlen der Kunststoffreste entsteht das so genannte Mahlgut.
Dieses hat, je nach Herstellverfahren unterschiedliche und unregelmäßige Korngrößen von 6 mm bis 8 mm.

Bei der Herstellung von neuen Kunststoffteilen wird Mahlgut je nach Qualitätsanforderung mit unterschiedlichen Dosierungen zugegeben.
Zu beachten ist dabei, dass die Verarbeitung von Mahlgut durch dessen Staubanteil erschwert wird.


Mahlgut - Kunststoffbranche. Ein Beitrag von MKV

Kunststoff: Mahlgut

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Masterbatch

Kunststoffadditive, die dem natürlichen Rohpolymer zum Einfärben oder zur Eigenschaftsänderung in Granulatform beigemischt werden nennt man Masterbatch.
Sie verfügen über einen höheren Gehalt an Farbmitteln oder Additiven als das Rohpolymer.
Zu beachten ist, welcher Trägerstoff verwendung findet (meist PE oder PA).
Masterbatches sind gut zu verarbeiten und bieten eine höhere Prozesssicherheit gegenüber pulverförmigen Zusatzstoffen.
Es gibt Additive-Masterbatches (z.B für Flammschutz oder UV-Stabilisierung), Farb-Masterbatches (zum Einfärben) und Kombinations-Masterbatches (Farbstoffe und Additive).
Ein geringer Prozentanteil des Masterbatches reicht für eine intensive Einfärbung aus.

Masterbatch - Kunststoffbranche

Materialtrocknung

Für die Kunststoffverarbeitung ist es wichtig, dass die Rohstoffe nur eine geringe Restfeuchte vor der Verarbeitung enthalten.
Aus diesem Grund müssen die meisten Kunststoffe vor der Verarbeitung getrocknet werden.
Im Heißluft- oder Vakuumtrockner wird die Feuchtigkeit des Materials reduziert.
Es ist darauf zu achten, dass je nach Material unterschiedliche Temperaturen und Zeiten zur Trocknung verwendet werden müssen, so dass ein geringer Feuchtegrad erreicht wird, aber das Material nicht versprödet.

Materialtrocknung - Kunststoffbranche

Kunststoff: Der Heißlufttrockner „Arburg Thermolift“ hilft bei der Materialtrocknung vor der Kunststoffverarbeitung.

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MFI

Um Kunststoffe leichter miteinander vergleichen zu können ist ein einzelner Wert von Vorteil.
Für die Viskosität wird häufig der MFI (Schmelzindex) verwendet.
Dieser Wert beschreibt wieviel Masse eines Polymers innerhalb von 10 Minuten bei einem bestimmten Druck (meistens 2,16 kg oder 5 kg) und einer bestimmten Temperatur durch eine vorgegebene Kapillare fließt.
Das heißt, je höher der Wert desto geringer die Viskosität des Kunststoffs.
Die verwendete Einheit ist g/10 min.

MFI - Kunststoffbranche

Mikroplastik

Weltweit werden (Stand 2018) ca. 400 Millionen Tonnen Kunststoff pro Jahr verarbeitet.
Im Einsatz der Kunststoffteile und nach Gebrauch kommt es durch unterschiedliche Einflüsse zu einer Fragmentierung. Dadurch entstehen aus größeren Plastikteilen einzelne, kleine Kunststoffpartikel.
Haben diese eine Größe zwischen 5 Millimeter und einem Mikrometer (0,001 mm) werden die Teile als Mikroplastik bezeichnet.
Schreitet die Fragmentierung der Kunststoffpartikel fort, entstehen immer kleinere Kunststoffpartikel.
Liegt deren Größe im Bereich zwischen einem Mikrometer bis zu 100 Nanometer (0,0001 mm), werden die Partikel als Sub-Mikroplastik bezeichnet.
Partikel unterhalb von 100 Nanometer werden Nanoplastik genannt.
In wie weit Mikroplastik Mensch und Umwelt beeinträchtigt ist ein wichtiges Thema und wird intensiv erforscht.

Mikroplastik - Kunststoffbranche

Kunststoff: Mikroplastik auf der Fingerspitze.

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