Bei dieser Anschnittart wird die Kunststoffschmelze umlaufend oder nahezu umlaufend in einen rotationssymmetrischen Bereich des Formteils eingeleitet. Die dabei entstehende ringförmige Schmelzezuführung sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Fließfront und kann Bindenähte, einseitige Orientierung sowie ungleichmäßige Schwindung reduzieren. Der Ringanschnitt wird häufig bei hülsen-, rohr-, becher- oder scheibenförmigen Spritzgießteilen eingesetzt, bei denen eine symmetrische Füllung und geringe Bauteilverzüge wichtig sind. Seine Auslegung beeinflusst Druckverlust, Nachdruckübertragung, Entformbarkeit und die spätere Trennung des Angusses vom Bauteil. Je nach Werkzeugkonzept kann die Angussentfernung mechanisch, durch Abreißen oder über eine konstruktiv vorgesehene Trennkante erfolgen.

Spritzgießprozess: Simulation der Füllung über einen Ringanschnit
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