Bindenaht

Wenn mindestens zwei Schmelzefronten aufeinander treffen entsteht eine Bindenaht.
Bindenähte stellen zum einen eine Reduktion der mechanischen Festigkeit und zum anderen einen Schönheitsfehler im Bauteil dar.
Bei geringen Schmelzefronttemperaturen wird es für die Schmelzefronten schwerer miteinander zu verschmelzen.
Je kleiner der Auftreffwinkel ist (Schmelzefronten treffen frontal aufeinander), desto kritischer die Bindenaht.
Bei fasergefüllten Materialien wird an der Bindenaht die Orientierung der Fasern der Art geändert, dass diese meist senkrecht zur Fließrichtung orientiert sind.
Um Bindenähte zu vermeiden kann entweder mit Kaskade oder mit Überlaufkavitäten gearbeitet werden.

Bindenaht - Kunststoffbranche

Spritzgießfehler: Schweißlinie mit engem Anstellwinkel.

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Blend

Ein Material mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften, das aus der Mischung von zwei oder mehr Polymeren erstellt wird, heißt Blend oder Polymer Blend.
Dieses Mischverfahren ist eine einfache und kostengünstige Methode um vielseitige Kunststoffe für die industrielle Anwendung zu entwickeln.
Die Eigenschaften werden abhängig von der Endnutzung durch die richtige Auswahl der Kunststoffkomponenten manipuliert.
Typische Blends sind PC+ABS, PA6+PA66 und ABS+PA.
Das Bild zeigt ein Blend mit amorphen (grün) und teilkristallinen (lila) Komponenten plus zusätzlichen Füllstoffen (blau).

Blend - Kunststoffbranche

BLM

Volumennetze können aus verschiedenen Elementtypen erstellt werden.
Gerne werden Netze aus reinen Hexaedern oder Tetraedern verwendet.
Um den Randbereich möglichst genau abzubilden ist das BLM-Netz ideal.
BLM steht für Boundary Layer Mesh, dies bedeutet Randschicht-Vernetzung.
Die Randschichten werden aus Prismen mit Dreieckselementen als Grundflächen erstellt.
Das Innere wird mit Tetraedern aufgefüllt.
Besonders in der Spritzgusssimulation wird dieses Volumennetz bevorzugt.

BLM - Kunststoffbranche

Simulation: Schnitt durch ein Volumennetz vernetzt mit BLM.

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Bodenlast

Das Gewicht, das maximal pro Quadratmeter von einem Fabrikboden aufgenommen werden kann, wird Bodenlast bzw. maximale Bodenlast genannt.
Die technische Auslegung für einen Fabrikhallenboden richtet sich nach der mechanischen und chemischen Beanspruchung des Bodens.
Die mechanische Beanspruchung wird bestimmt durch Gewicht der Maschinen und Regale, Befahrung mit LKWs und Gabelstaplern, Erschütterung durch Produktionsprozesse, etc.
Chemische Beständigkeit ist erforderlich im Hinblick auf Null-Emission, Reinraum, Säurebeständigkeit, etc.
Diese Anforderungen müssen vom Architekten bei der Planung und Vergabe der Fabrikhalle berücksichtigt werden, um die bauphysikalischen und produktionstechnischen Anforderungen einzuhalten.
Wichtig für die Aufstellung der Spritzgießmaschinen ist die Fläche der Maschinenfüße über welche das Gewicht der Maschine in den Boden eingeleitet wird. Daneben ist die Anzahl der Maschinenfüße sowie deren Position zueinander von Bedeutung.
Sollte die Bodenbelastung überschritten werden, kann z.B. durch Unterlegen von Stahlplatten das Gewicht auf den Boden besser verteilt werden.

Bodenlast - Kunststoffbranche

Allgemein: Neu eingebrachter Fabrikboden mit einer maximalen Bodenlast von 1300 kg/m².

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Maschinenschwerpunkt

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